Kärnten: Was Zahlen alles aussagen

Kärnten in Zahlen

Das schöne Lavanttal in Kärnten. // Foto: liggraphy auf pixabay.com
Das schöne Lavanttal in Kärnten. // Foto: liggraphy auf pixabay.com

Das 65. Statistische Handbuch des Landes Kärnten ist fertig und gibt wieder Einblicke in eine hochwertige Datensammlung von demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen im Land Kärnten.

„Das Statistische Handbuch ist durch das ganze Jahr hindurch ein wichtiger Wegbegleiter, ein Spiegel der Zeitgeschichte und gibt detaillierte sowie fundierte Einblicke in die Entwicklung unseres Landes“, sagt LH Peter Kaiser zur 65. Auflage der Datensammlung.

Verantwortlich für das Handbuch ist die Landesstelle für Statistik im Amt der Kärntner Landesregierung. Für jeden Nutzer seit laut Kaiser sichergestellt, dass Informationen auf gesicherten Datengrundlagen sowie eine objektive Auswahl von Informationen, die das Leben in Kärnten statistisch untermauern, geliefert werden.

Keine langweiligen Zahlen

Seit dem Jahr 1955 wird das Zahlenwerk publiziert, scheinbar trockene Zahlen liefern anschauliche Informationen über die einzelnen Sparten, Lebensbereiche und geben Aufschluss über Bevölkerungsentwicklung in Kärnten.

Hier ein kurzer Auszug aus dem Statistischen Handbuch, das bei der Landesstelle für Statistik bezogen werden kann (Druckkostenbeitrag 29 Euro), oder über Download auf https://www.statistik.ktn.gv.at Einsicht gewährt.

Überblickt man die Zeitspanne von 6 Jahrzehnten, so fällt auf, dass Kärnten…


– im Jahre 1959 rund 493.000 Einwohner beheimatet hatte, 60 Jahre später mit 1.1.2020 jedoch 561.300. Daraus ergibt sich ein Bevölkerungsanstieg von 68.300 Personen oder 14 %.

– im Jahre 1959 einen Geburtenüberhang von 5.500 verzeichnet hatte, wogegen 2019 die Sterbefälle die Geburten um 1.550 überwogen.

– vor 60 Jahren mit einer Unehelichenquote von 17 % an zweiter Stelle der Bundesländer (hinter Salzburg) gelegen war, heute mit 51 % österreichweit die Spitzenposition einnimmt.

– große Veränderungen in der Haushalts- und Familienstruktur verzeichnen musste: War vor 60 Jahren noch die Großfamilie weit verbreitet, haben heute 16 % der Familien maximal ein Kind. Dafür leben 97.300 Personen als Singles in Einpersonenhaushalten.

– bei der mittleren Lebenserwartung eine Ausweitung erfahren hatte, denn in den letzten 40 Jahren erhöhte sich diese bei den Männern um 10, bei den Frauen um 8 Jahre.

– im Bereich der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (zwischen 1951 und 2016) in etwa eine Halbierung (von 33.500 Bauernhöfen auf 17.500) hinnehmen musste.

– Im Jahresdurchschnitt 1959 knapp 133.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Beschäftigtenverhältnis aufzuweisen hatte, gegenwärtig gehen rund 216.000 einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nach.

– Ende 1959 insgesamt 21.500 angemeldete Personenkraftwagen verzeichnete, heute sind es 345.000. Entfiel damals 1 Pkw auf 23 Einwohner, so kommen heute zwei Pkw’s auf drei Einwohner.

– trotz des weit geringeren Verkehrsaufkommens im Jahre 1959 insgesamt 191 Tote auf Grund von Straßenverkehrsunfällen verzeichnete, wogegen sechs Jahrzehnte später diese Zahl auf 29 zurückgegangen war.

– im Fremdenverkehrsjahr 1958/59 rund 5,6 Mio. Übernachtungen registriert wurden, wogegen man 60 Jahre später von 16,5 Mio. Übernachtungen spricht. Der Höhepunkt der touristischen Entwicklung wurde in Kärnten allerdings schon im Jahre 1980 mit knapp 19 Mio. Übernachtungen erreicht.

– vor 60 Jahren rund 68.000 Pflichtschüler aufzuweisen hatte, derzeit sind es auf Grund des Geburtenrückganges nur noch 33.000.

– im Bereich des Feuerwehrwesens innerhalb der letzten 60 Jahre eine Ausweitung von 9.400 aktiven Feuerwehrmitgliedern auf knapp 19.400 erfahren hat.

(Quelle)

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Silke Schön
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Schon als Kind war ich oft mit der Familie zum skifahren in den Bergen. Später lernte ich meinen Mann kennen, der zufällig einer der größten Berg(bahn)fans ist. Das passte! Es folgten unzählige Aufenthalte und Urlaube. Und zwei Kinder. Nun machen wir unsere Vorstellung von einem Alpenkatalog mit News und vielen Bildern endlich wahr.